# Methodik des SENEC-Chargers

> Unter welchen Bedingungen der SENEC-Charger den Stromspeicher aus dem Netz belädt und wie er jede Prüfung durchläuft.

Eine Beladung erfolgt unter folgenden Bedingungen, die alle erfüllt sein müssen:

- Der Strompreis ist gerade besonders günstig
- Es ist nur wenig Solarstrom zu erwarten
- Der Speicher ist leer

„Leer" meldet dabei der Speicher selbst über seinen Betriebszustand. Ein bestimmter Prozentwert steckt nicht dahinter.

Ob die Bedingungen erfüllt sind, prüft der Charger in regelmäßigen Abständen (normalerweise stündlich). Im Docker-Log protokolliert und begründet er jede Entscheidung.

Steigt der Ladestand während einer laufenden Beladung seit der letzten Prüfung nicht mehr – in der Regel, weil der Akku voll ist –, gibt der Charger die Entladung wieder frei.

## Flussdiagramm

Jede Prüfung folgt diesem Ablauf:

```mermaid
flowchart
  BEGINN --> CHA{Läuft gerade eine Netzbeladung?}
  CHA -->|JA| INC{Ladestand erhöht seit letzter Prüfung?}
  CHA -->|NEIN| EMPTY{Akku leer?}
  INC -->|JA| END1[ENDE]
  INC -->|NEIN| STOP[Entladung zulassen!]
  EMPTY -->|JA| SUN{Wird es nennenswert Sonnenschein geben?}
  EMPTY -->|NEIN| END4[ENDE]
  SUN -->|JA| END3[ENDE]
  SUN -->|NEIN| CHEAP{Netzstrom günstig?}
  CHEAP -->|JA| START[Starte Beladung!]
  CHEAP -->|NEIN| END5[ENDE]
```

Geprüft wird dabei nur die Netzbeladung, die der Charger selbst ausgelöst hat. Eine laufende Beladung aus der PV-Anlage zählt hier nicht.

> **Hinweis**
>
>
> Der SENEC-Charger lässt sich auch im Trockenlauf („dry run") betreiben. Er **simuliert** die Entscheidung dann nur, ohne den Speicher zu beladen. Mehr dazu in der [Konfiguration](/docs/referenz/senec-charger/konfiguration/#charger_dry_run) unter `CHARGER_DRY_RUN`.
>
