Hier war es zuletzt etwas ruhiger – und das hatte einen Grund. Ich arbeite an einem ganz neuen Werkzeug, das die Installation von SOLECTRUS erheblich vereinfachen wird.
Warum das nötig ist
SOLECTRUS einzurichten erfordert heute etwas Linux- und Docker-Wissen und die Bereitschaft, die Kommandozeile zu verwenden. Für viele ist das gut machbar – für andere eine spürbare Hürde, die mehr Zeit kostet als nötig. Bei Support-Anfragen sehe ich das immer wieder.
Das muss einfacher werden. SOLECTRUS sollte für alle zugänglich sein, die ihre PV-Anlage verstehen wollen – nicht nur für die, die nebenbei auch noch Linux-Profi sind. Deshalb habe ich vor einigen Monaten mit der Entwicklung von HELIOS begonnen.
Was HELIOS für dich tun kann
HELIOS ist eine kleine Web-App, die parallel zu SOLECTRUS auf demselben Gerät läuft. Du holst sie dir mit einem einzigen Befehl auf den Server – ab da bedienst du alles im Browser. Vier Dinge übernimmt HELIOS für dich:
- Es versteht, was du schon hast. Wenn SOLECTRUS bei dir bereits läuft, liest HELIOS deine bestehende Einrichtung ein – auch dann, wenn die Konfiguration über Jahre gewachsen ist. Du fängst nicht von vorne an.
- Es denkt in Sensoren, nicht in Variablen. Im Mittelpunkt stehen die Sensoren, die SOLECTRUS kennt – PV-Erzeugung, Hausverbrauch, Stromspeicher, Wärmepumpe, Wallbox und mehr. Du wählst aus, welche du nutzen willst, und „verdrahtest“ sie in HELIOS mit deiner Anlage. Was du nicht brauchst, lässt du weg. Gleichzeitig siehst du, was möglich ist.
- Es kümmert sich um den technischen Kram. Im Hintergrund schreibt HELIOS die Docker-Konfigurationsdateien, die SOLECTRUS braucht – jedes Mal frisch, sobald du etwas änderst. Was bisher Handarbeit war, passiert jetzt beim Klicken.
- Es zeigt dir, was läuft. Statt abstrakter Docker-Container, die man bislang nur mit kryptischen Befehlen aufspüren kann, findest du eine übersichtliche Liste aller Bestandteile mit ihrem jeweiligen Status. Du siehst auf einen Blick, was funktioniert und was nicht – und kannst alles mit einem Klick starten, stoppen oder auch Updates durchführen.
Auch die laufende Pflege wird damit einfacher. Einen neuen Shelly ergänzen, einen Sensor umkonfigurieren, eine Wallbox hinzufügen: Du klickst es zusammen, HELIOS macht den Rest. Du musst nicht mehr wissen, welche Umgebungsvariablen zu definieren sind, wie man unfallfrei eine YAML-Datei editiert oder wie man generell mit Docker jongliert.
HELIOS läuft auf deinem eigenen Gerät, deine Konfiguration und deine Messwerte verlassen dadurch dein Zuhause nicht.
Wo es hingeht
HELIOS ist funktional fast fertig. Erste mutige Tester sind seit ein paar Wochen dabei und melden zurück, dass es schon erstaunlich gut läuft. Hier und da gibt es noch Ecken und Kanten, an denen ich arbeite. Sobald HELIOS stabil ist, wird es den bisherigen Konfigurator ablösen und der empfohlene Weg sein, SOLECTRUS einzurichten und zu betreiben.
Du kannst beim Testen helfen
Damit HELIOS am Ende für jedes denkbare Szenario fit ist, teste ich es sehr breitgefächert mit unterschiedlichsten Konfigurationen. Und dabei könntest du mir helfen: Wer mir die Konfiguration seiner bestehenden SOLECTRUS-Instanz zur Verfügung stellen möchte, kann mir dieser gerne per E-Mail an info@solectrus.de zusenden (Passwörter und andere sensible Daten bitte unkenntlich machen). Details dazu finden sich im Forum-Posting auf GitHub.
Danke fürs Mitmachen! HELIOS ist unterwegs – ich melde mich wieder, wenn er ankommt.