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Amortisation der PV-Anlage

Die Amortisationsrechnung stellt der Investition in die PV-Anlage die Ersparnis gegenüber, die sie seit der Inbetriebnahme erzielt hat. Sie beantwortet damit die Frage, ab wann die Anlage bezahlt ist. Anders als die Rechnung beim Kauf beruht sie nicht auf Annahmen, sondern auf den gemessenen Werten der Anlage. Zu finden ist sie im Hauptmenü unter Amortisation.

Grundlage der Rechnung ist die Ersparnis, die SOLECTRUS für jeden Tag berechnet. Ohne hinterlegte Strompreise gibt es keine Ersparnis und damit auch keine Amortisation.

Was die Anlage gekostet und eingebracht hat, weiß nur der Betreiber. Der Administrator trägt es unter Einstellungen → Zahlungen ein. Jeder Eintrag besteht aus Datum, Betrag, Zweck und einer Kategorie. Die Kategorie entscheidet, wie der Betrag in die Rechnung einfließt:

KategorieVorzeichenWirkung
Investitionnegativerhöht die Investitionsbasis, also den zu verdienenden Betrag
Förderungpositivsenkt die Investitionsbasis
Erstattungpositivsenkt die Investitionsbasis
Betriebskostennegativmindern den laufenden Ertrag
Reparaturnegativmindert den laufenden Ertrag
Entschädigungpositiverhöht den laufenden Ertrag
Ersparnis (manuell)positivergänzt den laufenden Ertrag um Zeiträume ohne Messdaten
Sonstigesbeliebigbleibt neutral, erscheint nur im Saldo

Eine Förderung ist also keine Rückzahlung der Anlage, sondern verkleinert von vornherein den Betrag, der sich amortisieren muss.

Läuft die PV-Anlage länger als SOLECTRUS, fehlen die ersten Jahre in der Messung. Für diese Zeit nimmt die Kategorie Ersparnis (manuell) einen geschätzten oder aus alten Abrechnungen bekannten Betrag auf. Er zählt zum laufenden Ertrag wie eine gemessene Ersparnis.

Saldo zeigt den Kontostand der Anlage über die Laufzeit. Die Kurve startet bei der Netto-Investition und steigt mit jeder gemessenen Ersparnis. Wo sie die Null schneidet, ist die Anlage bezahlt. Der Teil in der Zukunft ist eine Hochrechnung aus dem bisherigen Verlauf und schraffiert dargestellt.

Rendite zeigt den internen Zinsfuß im Zeitverlauf, mit einem Punkt je Monat. Jeder Punkt beantwortet die Frage, wie die erwartete Rendite damals aussah, mit den Daten von damals. Ein schwacher Sommer oder ein gestiegener Strompreis verschiebt die Kurve deutlich, weil beides auf die gesamte Restlaufzeit wirkt.

Details listet jedes Betriebsjahr einzeln auf, mit Ein- und Auszahlungen, Saldo, abgezinstem Saldo (dem Kapitalwert bis zu diesem Jahr) und dem Amortisationsgrad. Die Zahlen sind mit den Daten dahinter verlinkt, sodass sich jeder Wert nachvollziehen lässt.

Über der Rechnung sitzen zwei Schieberegler:

  • Laufzeit in Jahren, zwischen 10 und 30, voreingestellt 20. Die Untergrenze wächst mit dem Alter der Anlage, denn eine bereits abgelaufene Laufzeit sagt nichts über die Investition aus.
  • Diskontsatz in Prozent pro Jahr, zwischen 0 und 10, voreingestellt 3. Das ist die Verzinsung, die eine alternative Geldanlage gebracht hätte. Er wirkt auf den Kapitalwert und beantwortet die Frage, ob sich das Geld anderswo besser verzinst hätte.

Beide Werte gelten nur für den eigenen Browser und werden dort gespeichert. Sie verändern die Daten nicht, sondern nur die Rechnung.

Zahlungen und Renditen sind privater als die übrigen Messwerte, etwa bei einem Dashboard, das im Wohnzimmer läuft. Der Administrator legt die Sichtbarkeit unter Einstellungen → Zahlungen fest:

  • Für alle Nutzer: jeder Besucher der Instanz sieht die Rechnung
  • Nur für Admin (Voreinstellung): sichtbar erst nach der Anmeldung als Administrator
  • Für niemanden: die Seite verschwindet aus der Navigation, ein direkter Aufruf endet mit einem 404

Die Zahlungen selbst bleiben in jedem Fall dem Administrator vorbehalten.

Berücksichtigt wird nur, was als Zahlung erfasst ist. Eine nicht eingetragene Reparatur fehlt in der Rechnung, ebenso eine Wartung oder eine Versicherungsprämie.

Die Hochrechnung in die Zukunft schreibt den bisherigen Verlauf fort. Sie kennt weder künftige Strompreise noch das Ende der Einspeisevergütung noch die Alterung der Module. Je kürzer die gemessene Historie, desto gröber die Schätzung.