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Systemvoraussetzungen für SOLECTRUS

SOLECTRUS braucht einen kleinen Linux-Server, der rund um die Uhr läuft. Dazu kommt die Photovoltaik-Anlage oder ein Balkonkraftwerk, deren Messwerte es einsammelt. Stromspeicher, Wärmepumpe und Wallbox sind optional.

Der Server läuft unter 64-Bit-Linux, rund um die Uhr (24/7). Prozessor-Architektur: AMD64 oder ARM64.

Diese Anforderungen sollte er erfüllen:

RessourceMinimumEmpfohlen
Arbeitsspeicher1 GB2 GB
Freier Festplattenspeicher1 GB5 GB

Gemeint ist der gesamte Arbeitsspeicher des Servers, nicht der gerade freie. Unter 1 GB bricht die Installation ab, unter 2 GB warnt sie.

Der Festplattenbedarf wächst mit der Zeit, denn die Messwerte werden dauerhaft gespeichert. Das Installationsverzeichnis gehört deshalb auf eine Platte mit ausreichend Platz.

Docker muss nicht vorinstalliert sein. Fehlt es, richtet HELIOS es bei der Installation mit ein.

Frei sein müssen außerdem diese Ports:

PortWofür
3999HELIOS
3000Dashboard (Standardwert, in HELIOS änderbar)
80+443Nur mit eigener Domain, für den Reverse Proxy Traefik

MQTT ist ein Nachrichtenprotokoll, kein Geräteprotokoll. Ein Gerät liest SOLECTRUS darüber nicht aus. Es braucht eine Software, die das Gerät abfragt und die Messwerte auf einem MQTT-Broker veröffentlicht. Der MQTT-Collector abonniert dann die Topics des Brokers.

Diese Software ist in der Regel Home Assistant oder ioBroker. Beide bringen Integrationen bzw. Adapter für Wechselrichter, Stromspeicher, Wallboxen, Wärmepumpen und E-Autos mit und können deren Messwerte per MQTT weiterreichen. Auch evcc veröffentlicht seine Messwerte auf einem Broker.

Dort entscheidet sich also, ob ein Gerät angebunden werden kann: Gibt es dafür eine Integration oder einen Adapter, kommen die Werte auch in SOLECTRUS an. Den Broker selbst (etwa Mosquitto) braucht es zusätzlich; Home Assistant führt ihn als Add-on, ioBroker als Adapter.

Home Assistant und ioBroker können ihre Messwerte auch ohne Broker liefern. Sie schreiben sie dann selbst in die InfluxDB von SOLECTRUS. Dafür gibt es die Home-Assistant-Integration und einen ioBroker-Adapter aus der Community.

SOLECTRUS unterstützt außerdem nativ die Stromspeicher SENEC.Home V2.1 und V3, deren Messwerte über eine proprietäre Schnittstelle lokal ausgelesen werden. Auch der SENEC.Home 4 wird unterstützt – per Anbindung an mein-senec.de.

Stromzähler von Shelly (z.B. Plug oder Pro 3EM) liest SOLECTRUS ebenfalls direkt aus, lokal im Netzwerk oder über die Shelly-Cloud. Siehe Shelly-Collector.

SOLECTRUS muss nicht zu Hause laufen. Mit einem SENEC-Speicher ist eine reine Cloud-Installation möglich, bei der die Messwerte von mein-senec.de abgerufen werden. Ein lokaler Server ist dann überflüssig.

Getestet wurde SOLECTRUS unter anderem in diesen Umgebungen:

  • Virtueller Server in der Hetzner-Cloud mit 2 vCPUs und 4 GB RAM.
  • Virtueller Server von Strato mit 1 vCPU und 2 GB RAM, zusammen mit evcc.

Denkbar ist auch eine Aufteilung auf zwei Server: Die Kollektoren laufen zu Hause und sammeln die Messwerte ein, Dashboard und Datenbanken laufen in der Cloud. So ist die Live-Demo aufgebaut.

HELIOS kann das, verwaltet dabei aber jeweils einen Host. Es gehört also auf beide Server. Unter Konfiguration → Grundeinstellungen → Betriebsmodus wird dann eingestellt, welche Dienste dort laufen: auf dem heimischen Server Nur Kollektoren, auf dem Cloud-Server Nur Dashboard, Datenbanken und Zusatzdienste. Die Kollektoren schreiben ihre Messwerte dann in die entfernte InfluxDB.

Auf diesen Geräten läuft SOLECTRUS nicht:

  • FritzBox
  • Apple TimeCapsule (geschlossenes System, Installation von Docker nicht möglich)
  • Alte Synology-NAS wie die DS216+ mit Linux-Kernel 3.x. Vorausgesetzt ist mindestens Kernel 4.x.