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Methodik des Power-Splitters

Der Power-Splitter unterteilt einen Tag in 1-Minuten-Abschnitte und betrachtet jeden separat. Für jeden Abschnitt wird die durchschnittliche Leistung (in W) jedes Verbrauchers ermittelt: Haus, Wallbox, Wärmepumpe, Akkuladung und die benutzerdefinierten Verbraucher. Der Hausverbrauch ist dabei der bereinigte Wert, also ohne die Verbraucher, die aus ihm herausgerechnet sind. Geschrieben werden die Ergebnisse anschließend als 5-Minuten-Mittelwerte, das sind 288 Punkte pro Tag.

Die Aufteilung der Leistung auf die Verbraucher erfolgt dann so: Der Netzbezug wird zunächst der Wallbox zugeordnet (maximal bis zu deren Verbrauch). Der Rest geht anteilig an die übrigen Verbraucher, jeder also nach seinem Anteil am Verbrauch, und auch hier bekommt keiner mehr zugeordnet, als er verbraucht hat. Diese Priorisierung folgt dem Gedanken, dass der Ladevorgang an der Wallbox bewusst gestartet wird, während Haus und Wärmepumpe dauerhaft nebenherlaufen.

Ein Zahlenbeispiel:

  • Netzbezug: 5 kW
  • Wärmepumpe: 2 kW
  • Wallbox: 4 kW
  • Hausverbrauch: 1 kW

Es sind also 5 kW aufzuteilen. Die Wallbox hat 4 kW benötigt und erhält diese vollständig zugeordnet. Es bleibt 1 kW übrig. Auf Haus und Wärmepumpe entfallen zusammen 3 kW Verbrauch, das Haus stellt davon ein Drittel, die Wärmepumpe zwei Drittel. Genau so wird der Rest verteilt:

  • Netzbezug für Wallbox: 4 kW (von 4 kW)
  • Netzbezug für Haus: 0,33 kW (von 1 kW)
  • Netzbezug für Wärmepumpe: 0,67 kW (von 2 kW)

Einen eigenen Netzbezugs-Wert bekommt jeder benutzerdefinierte Verbraucher. Was er bedeutet, hängt davon ab, ob der Verbraucher aus dem Hausverbrauch herausgerechnet ist:

  • Herausgerechnet: Er zählt als eigener Verbraucher. Sein Netzbezug kommt zu dem des Hauses hinzu.
  • Nicht herausgerechnet: Er steckt weiterhin im Hausverbrauch. Sein Netzbezug ist dann ein Teil des Haus-Netzbezugs und darf nicht dazuaddiert werden.

Aufgeteilt wird nur der Netzbezug, nicht der PV-Strom. Beim Laden zählt der Akku deshalb als Verbraucher wie jeder andere und bekommt seinen Anteil am Netzbezug zugeordnet, als battery_charging_power_grid.

Ein Akku nimmt nicht nur PV-Strom auf. Wird er aus dem Netz geladen, ist der Strom, der später wieder herauskommt, ebenfalls Netzstrom. Der Power-Splitter führt darum ein Konto über den Akku: Was als Netzstrom hineingeht, erhöht den Netzanteil im Akku, was herausgeht, verringert ihn wieder anteilig. Beim Entladen wird dieser Netzanteil den Verbrauchern zugeordnet, die den Strom abholen — nach denselben Regeln wie der direkte Netzbezug, also Wallbox zuerst, Rest anteilig.

Wie viel Netzstrom der Akku in einem Abschnitt abgegeben hat, schreibt der Power-Splitter als battery_discharging_power_grid. Für die Verbraucher heißt das: Ihr *_power_grid umfasst ab jetzt beides, den direkten Netzbezug und den Anteil aus dem Akku. Die Summe aller Verbraucher-Netzbezüge entspricht deshalb nicht mehr dem reinen Netzbezug, sondern der Summe aus grid_import_power und battery_discharging_power_grid.

Voraussetzung ist, dass beide Richtungen des Akkus als Sensor konfiguriert sind, also INFLUX_SENSOR_BATTERY_CHARGING_POWER und INFLUX_SENSOR_BATTERY_DISCHARGING_POWER. Fehlt der zweite, lässt sich die Herkunft des entladenen Stroms nicht bestimmen, und er gilt vollständig als PV-Strom. Einen Schalter dafür gibt es nicht, die Sensoren allein entscheiden.

Verfügbar ab Power-Splitter-Version 1.1. Beim ersten Start mit dieser Version erkennt der Power-Splitter Daten einer älteren Version und rechnet die Historie neu durch. Anschließend leert er seinen Cache und löscht die betroffenen Tageszusammenfassungen des Dashboards, damit es sie mit den neuen Werten neu aufbaut. Dieser Schritt braucht die Variablen DB_HOST, DB_USER und DB_PASSWORD — fehlen sie, überspringt der Power-Splitter ihn und schreibt eine Warnung ins Log.