Du willst wissen, was deine Wärmepumpe, die Wallbox oder der Server im Keller zieht? Das messen Shelly-Stromverbrauchszähler. SOLECTRUS bindet sie nativ ein, ohne Umweg über ein Smart-Home-System. So siehst du einzelne Verbraucher getrennt, live und über Jahre.
Welche Shelly-Stromverbrauchszähler passen?
Geeignet sind alle Shelly-Zähler mit Leistungsmessung: vom Plug S für die einzelne Steckdose über die PM-Modelle bis zu den Klemmenzählern wie 3EM, Pro 3EM oder EM, mit denen du den Hausanschluss dreiphasig misst (Netzbezug und Einspeisung). Unterstützt werden Geräte der Generationen 1 bis 3, samt Plus- und Pro-Serie.
Welches Modell du hast, musst du nicht selbst wissen: Das Abfragen übernimmt der Shelly-Collector, ein kleiner Dienst, der die Werte vom Gerät abruft und in die Datenbank schreibt. Er erkennt den Gerätetyp automatisch und liest die passenden Messwerte aus.
Lokal oder per Cloud
Auslesen lassen sie sich auf zwei Wegen: lokal im eigenen Netzwerk oder über die Shelly-Cloud. SOLECTRUS unterstützt beides.
Lokal kommen die Werte direkt vom Gerät: schneller und ohne Cloud-Account. Deine Daten bleiben bei dir zu Hause. Dazu hinterlegst du die IP-Adresse des Geräts. Und es geht engmaschig: Lokal fragt der Shelly-Collector die Werte bis zum 5-Sekunden-Takt ab, fein genug für eine echte Live-Darstellung.
Über die Cloud erreichst du deine Shellys auch dann, wenn sie nicht im selben Netzwerk hängen. Dafür brauchst du den Cloud-Zugang deines Shelly-Kontos (Auth-Key und Geräte-ID). Auch dann bleiben deine Messwerte bei dir: Der Shelly-Collector holt sie aus der Cloud und speichert sie lokal in deiner eigenen Installation.
Welche Daten ausgelesen werden
Mit angebundenen Shelly-Zählern stehen in SOLECTRUS folgende Messwerte zur Verfügung:
- die Momentanleistung jedes gemessenen Geräts (lokal bis im 5-Sekunden-Takt)
- den daraus berechneten Verbrauch über Tage, Monate und Jahre
- einzelne Verbraucher getrennt – Wärmepumpe, Wallbox, Server und Co.
- bei dreiphasigen Klemmenzählern wahlweise eine einzelne Phase (A, B oder C) oder die Gesamtleistung – ein einziger Zähler kann so gleich mehrere Geräte erfassen, und der Shelly-Collector teilt die Phasen auf einzelne Verbraucher auf
Der Shelly-Zähler liefert die Leistung in Watt. Den Energieverbrauch über die Zeit berechnet SOLECTRUS daraus. So siehst du, was einzelne Verbraucher kosten und wie viel davon aus der PV-Anlage gedeckt wird. Welche Werte genau ankommen, hängt vom jeweiligen Shelly ab.
Der Shelly-Collector arbeitet speichereffizient: Geräte, die nur sporadisch laufen, etwa Waschmaschine oder Geschirrspüler, erzeugen nur dann Einträge, wenn sie in Betrieb sind. In den langen Ruhezeiten dazwischen wird nichts gespeichert. Das hält die Datenbank schlank, ohne dass dir ein Betriebszyklus entgeht.
Für jeden gemessenen Verbraucher trennt der Power-Splitter von SOLECTRUS den Verbrauch automatisch in PV-Strom und Netzstrom. Du siehst also nicht nur, wie viel ein Gerät zieht, sondern auch, wie viel davon direkt vom Dach kam und wie viel teuer aus dem Netz. Tagesgenaue, sich ändernde Strompreise rechnet er mit ein.
Bei Bedarf lassen sich die Werte auch umdrehen (Vorzeichen invertieren). Praktisch, wenn ein Shelly nicht einen Verbraucher misst, sondern eine Erzeugung – etwa die Einspeisung eines Balkonkraftwerks.
So bindest du Shelly an
Der Shelly-Collector läuft als Teil deiner SOLECTRUS-Installation und fragt alle angebundenen Shelly-Zähler regelmäßig ab, lokal bis im 5-Sekunden-Takt. Im Kern sind es drei Schritte:
- SOLECTRUS installieren – am einfachsten über die webbasierte Installation.
- Sensoren ergänzen und dabei den Shelly-Collector als Quelle wählen.
- Shelly-Collector einstellen – lokal die IP-Adresse, für die Cloud Auth-Key und Geräte-ID. Fertig: Die Werte landen ab sofort im Dashboard.
Mehrere Shellys lassen sich parallel anbinden. Du brauchst dafür weder Docker-Kenntnisse noch von Hand geschriebene Konfigurationsdateien: Bei der webbasierten Installation richtest du den Shelly-Collector komplett im Browser ein – Felder ausfüllen, speichern, fertig.
Schon in Home Assistant oder ioBroker?
Liegen deine Shelly-Messwerte bereits in einem Smart-Home-System wie Home Assistant oder ioBroker, kannst du sie auch direkt von dort übernehmen. Den Shelly-Collector brauchst du dann gar nicht. Wie das geht, steht im jeweiligen Artikel.
Live-Demo
In der Live-Demo siehst du Shelly im Einsatz: Dort wird die Wärmepumpe per Shelly gemessen, dazu mehrere Einzelverbraucher wie Waschmaschine, Geschirrspüler oder Kühlschrank. Jeder mit eigener Leistung und eigenem PV-Anteil.