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Zugriff für KI (MCP)

SOLECTRUS kann seine Daten an einen KI-Client ausliefern, der sie dann in natürlicher Sprache auswertet. Dazu dient das Model Context Protocol (MCP), das Claude, ChatGPT und lokale Werkzeuge wie LM Studio sprechen. Fragen wie „Läuft nachts etwas, das besser aus wäre?” oder „Zieht die Wärmepumpe mehr als letzten Winter?” beantwortet die KI damit aus den eigenen Messwerten.

Der Zugriff ist ausschließlich lesend. Eine KI kann keine Einstellungen ändern, keine Messwerte schreiben und keine Zahlungen anlegen.

Die Schnittstelle ist ab Werk abgeschaltet. Der Administrator aktiviert sie unter Einstellungen → Allgemein → Zugriff für KI. Darunter erscheint anschließend die Endpunkt-URL, die der KI-Client braucht:

https://beispiel.de/mcp

Solange der Schalter aus ist, existiert die Schnittstelle für die Außenwelt nicht: Der Endpunkt und die gesamte Anmeldung antworten wie eine unbekannte Adresse mit einem 404.

Der Zugang ist mit OAuth 2.1 geschützt. Der KI-Client leitet einmalig auf eine Seite der eigenen SOLECTRUS-Instanz weiter, auf der das Admin-Passwort einzugeben ist. Ein weiteres Passwort, ein Konto oder ein API-Schlüssel sind nicht nötig. Die Seite nennt vorher, welcher Client den Zugriff erhält.

Eine Freigabe gilt 90 Tage, unabhängig davon, wie oft der Client in der Zwischenzeit nachlädt. Danach fragt er erneut nach dem Passwort.

Beide Wege trennen sämtliche verbundenen Clients auf einmal:

  • Das Admin-Passwort ändern. Es ist das einzige Merkmal, das diese Anmeldung prüft, und eine Änderung entwertet jede erteilte Freigabe.
  • Den Schalter unter Einstellungen → Allgemein ausschalten. Dabei wechselt der Schlüssel, mit dem die Freigaben signiert sind. Ein späteres Wiedereinschalten holt alte Verbindungen nicht zurück.

Einzelne Clients lassen sich nicht abmelden. Die Freigaben sind zustandslos und werden nicht gespeichert, deshalb gibt es auch keine Liste verbundener Clients.

Entscheidend ist, von wo aus der Client die Verbindung aufbaut, nicht der Browser des Nutzers:

ClientVerbindung kommt ausErreichbarkeit
claude.ai im Browser, Claude mobilAnthropics Cloudöffentliche HTTPS-Adresse nötig
ChatGPT, Web wie DesktopOpenAIs Cloudöffentliche HTTPS-Adresse nötig
Claude Desktop, lokale Werkzeugeeigener RechnerAdresse im lokalen Netz genügt

Läuft SOLECTRUS bereits unter einer eigenen Domain und ist von außen über HTTPS erreichbar, ist nichts weiter zu tun: Die Endpunkt-URL wird als Connector im KI-Client hinterlegt, das war es. HELIOS richtet die Domain samt Zertifikat ein, siehe APP_HOST.

Ist die Instanz nur im lokalen Netz erreichbar, bleiben zwei Wege. Entweder wird sie über einen Reverse Proxy oder einen Cloudflare-Tunnel per HTTPS veröffentlicht. Oder es kommt ein Client zum Zuge, der auf dem eigenen Rechner läuft, etwa Claude Desktop. Der spricht die lokale Adresse direkt an, auch ohne HTTPS.

Claude Desktop bindet die Schnittstelle über mcp-remote ein, das die Anmeldung übernimmt und dafür kurz den Browser öffnet:

claude_desktop_config.json
{
"mcpServers": {
"solectrus": {
"command": "npx",
"args": ["-y", "mcp-remote", "https://beispiel.de/mcp"]
}
}
}

Zeigt der Eintrag auf eine Adresse im lokalen Netz ohne HTTPS, kommt --allow-http als weiteres Argument dazu:

claude_desktop_config.json
{
"mcpServers": {
"solectrus": {
"command": "npx",
"args": ["-y", "mcp-remote", "http://192.168.1.42:3000/mcp", "--allow-http"]
}
}
}

Die Schnittstelle liefert dieselben Daten, die auch das Dashboard zeigt:

  • die konfigurierten Sensoren mit ihren aktuellen Werten
  • Summen, Zeitreihen und Top-10-Ranglisten für beliebige Zeiträume
  • die Prognose der kommenden Tage
  • Strompreise und Einspeisevergütung samt ihrer Historie
  • Angaben zur Anlage, etwa Inbetriebnahme, Währung und Zeitzone
  • die Amortisationsrechnung mit den erfassten Zahlungen

Der letzte Punkt ist bei der Entscheidung zu bedenken: Wer den Zugriff freischaltet, gibt auch die Investitionen und Kosten der Anlage an den KI-Anbieter weiter.